Fortbildungsempfehlungen für Hamburg

lt. Berufsordnung vom 18. Juli 2001, ggf werden in 2017 Änderungen erwartet

Das Hamburgische Hebammengesetz regelt in § 3, Absätze 1, 3 und 4, dass Hebammen und Entbindungspfleger verpflichtet sind:

  1. ihren Beruf gewissenhaft und dem jeweiligen Stand der Wissenschaft entsprechend auszuüben, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen und
  2. sich regelmäßig beruflich fortzubilden.

Mit den Fortbildungsempfehlungen (Mitgliederversammlung 20.02.2011) verbunden ist ein Qualitätssiegel, dass die Hebammen in der Hebammenliste des Verbands sowohl in der Druckversion als auch auf der Homepage kennzeichnet, die innerhalb von zwei Jahren den Nachweis von 40 Punkten erbracht haben.

Mindestens 40 Punkte berufliche Fortbildung in einem Zeitraum von 2 Jahren:
(1 Fortbildungspunkt entspricht 45 Minuten einer Unterrichtseinheit)

Originäre Hebammentätigkeit
Beratungskompetenz, Schwangerenvorsorge, Betreuung in der Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung, Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik, Stillberatung
min. 16 Punkte
Zusätzlich gelten als originäre Hebammentätigkeit:  
Abonnement einer Hebammenfachzeitschrift 1 Punkt
Praxisanleitungen von Hebammenschülerinnen 2 Punkte
Hebammenrelevantes Studium max. 40 Punkte
Teilnahme Qualitätszirkel max. 20 Punkte
Familienhebammen-Weiterbildung 40 Punkte
Notfallmanagement
Reanimation, HELLP, Blutungen, Thrombose, Ikterus etc.
10 Punkte
Stillen und Säuglingsernährung
Entsprechend den internationalen Empfehlungen der WHO und UNICEF
4 Punkte
Komplementäre Methoden
Methodenkompetenzen, Praxismanagement, Akupunktur, Homöopathie etc.
10 Punkte
Zusätzlich gelten als komplementäre Methoden:  
Pro Teilnahme an einer Mitgliederversammlung des HVH 1 Punkt
Mitgliedschaft im Hebammenberufsverband 1 Punkt
Zuordnung entsprechend der Inhalte und Zeiten:  
Vortrag halten 4 Punkte
Referentinnentätigkeit (pro 45 Minuten) 1 Punkt
Autorinnentätigkeit Hebammenfachartikel 4 Punkte
Teilnahme Hebammenkongress max. 20 Punkte
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