Willkommen im Mitgliederbereich

Schön, dass Du Mitglied im Hebammenverband Hamburg bist. Hier gibt es für Dich allgemeine Informationen, die öffentlich abgerufen werden können und den Internen Bereich, in dem wir z.B. Unterlagen und Protokolle der Mitgliederversammlungen einstellen und Informationen teilen, die nur für Mitglieder zugänglich sein sollen.

11.06.2024 | WICHTIG
 

Multiplikatorenveranstaltung mit der Senatorin für Gesundheit und Soziales

 Wir starteten mit dem Thema Geburtshilfe in der Klinik, indem wir auf die schwierigen Arbeitsbedingungen und den Personalmangel aufmerksam machten, der sich auf die Qualität der Betreuung der Familien auswirkt. Die Kolleginnen führten verschiedene Lösungsansätze auf: die Förderung der 1:1 Betreuung, eine interventionsarme Geburtshilfe, die Einführung hebammengeleiteter Kreißsäle und das Einbeziehen der Hebammenexpertise bei der Ausarbeitung der Krankenhausstrukturreform. Damit verbunden fanden die Erfahrungen der Elterninitiative Mother Hood ihren Ausdruck. Die Erfahrung von Gebärenden und Müttern  mit geburtshilflichen Gewalterfahrungen in der klinischen Geburtshilfe sind eng verbunden mit personellen Belastungssituationen, in denen Frauen nicht selten in andere Kliniken überwiesen werden.

Die Hebammen der außerklinischen Geburtshilfe thematisierten die Herausforderungen bei Verlegungen am Beispiel des Hamburger Südens. Eine gelingende außerklinische Geburtshilfe benötigt eine funktionierende klinische Geburtshilfe und Struktur. Für das Einhalten von Qualitätsstandards der Geburtshäuser und Hausgeburtshebammen sind kurze und sichere Verlegungen Vorraussetzung.

Überschneidend mit dem ambulanten Bereich kam auch die Versorgung der Familien im (frühen) Wochenbett, besonders in Stadteilen, in denen die Hebammenversorgung im einstelligen Prozentbereich liegt, zur Sprache. Zusätzlich schwierig ist, dass die Familien kaum Kinderärzte in Wohnortnähe finden können, zudem ist auch die Hebammenversorgung in der Schwangerschaft in vielen Teilen der Stadt sehr unzureichend.  Die für dieses Jahr geplante Eröffnung des Hebammenzentrums in Harburg ist ein Verbesserungsansatz und könnte Modell für weitere Hebammenzentren in Hamburg werden. Auch weitere Unterstützung für neue Geburtshäuser und Hebammenpraxen wurde thematisiert.

Der Themenbogen wurde durch die Lehrenden und Studierenden zu den Umständen des Studiums ergänzt. Die erste Kohorte hat erfolgreich abgeschlossen und die Studierenden haben die Herausforderungen des Studienstarts unter der Auswirkung der Corona Pandemie bewältigt. Die personellen Engpässe in den Ausbildungskliniken beeinflussen die Qualität der praktischen Ausbildung. Dies erschwert das Erlernen einer interventionsarmen und frauzentrierten Geburtshilfe als Vorraussetzung für die 1:1 Betreuung.

Die intrinsische Motivation der Hebammen für ihre Arbeit und damit für die Frauen und Familien ist groß und hat in unserem Gespräch im Hamburger Bürgersaal Ausdruck gefunden. Für die aktuellen Herausforderungen benötigen wir weiterhin politisches Engagement, um über die Umsetzung von hebammengeleiteten Kreißsälen, Wiedereinstiegsprogrammen und Anerkennung und Nachqualifikation der altrechtlich ausgebildeten Hebammen Verbesserungen in der  Geburtshilfe in Hamburg zu erreichen.


16.05.2024 | WICHTIG
 

Antrag in der Hamburgischen Bürgerschaft zur Gesunden Geburt

Hier gehts zum Antrag.

Und hier zum Video von der Anhörung.


05.05.2024 | WICHTIG
 

Landestagung Hamburg 2024

https://hebammenverband-hamburg.de/fortbildungen/landestagung-2024https://hebammenverband-hamburg.de/fortbildungen/landestagung-2024


03.05.2024 | WICHTIG
 

Umsetzung der S3-Leitlinie Vaginale Geburt am Termin im Kreißsaal

Dieser Fragebogen wurde anhand der Handlungsempfehlungen der S3-Leitlinie "Vaginale Geburt am Termin" erstellt. Ziel des Fragebogens ist es, die Umsetzung der S3-Leitlinie „Vaginale Geburt am Termin" abzufragen, um daraus
die Betreuungssituation der werdenden Familien ableiten zu können. Für das Ausfüllen des Fragebogens benötigen Sie ca. 20 Minuten. Diese Erhebung ist anonym, auch der Name der Klinik wird nicht erfragt. Wichtig ist, dass der Fragebogen komplett ausgefüllt wird. Ansonsten ist er leider nicht auswertbar.

Die wissenschaftliche Auswertung wird Frau Prof.in Dr.in Rainhild Schäfers vornehmen.
Wir danken für Ihre Mitarbeit und Unterstützung!

Der Link zum Fragebogen: https://s3leitlinie.limesurvey.net/519347
Der Fragebogen kann nur bis zum 14.07.2024 ausgefüllt werden.

Erstellt wurde der Fragenbogen für den Hebammenverband Niedersachsen e.V. von
Celina Ruppert und Hilke Schauland.  der Wissenschaft in den Handlungsempfehlungen für eine frauzentrierte Geburtsbetreuung auf.


01.05.2024 | WICHTIG
 

Welthebammentag 2024

Unter diesem Link findest Du die Videos, die die Fülle der Hebammenarbeit in einem großen Fächer auslegen. Tolle Kolleginnen, die nahezu alle Facetten des Wirkens für Frauen und Familien zum Ausdruck bringen.  Die Videos kannst Du gern teilen: mit der Familie und Freunden, auf Deiner Homepage und Social Media! Schreib Deiner Kollegin/Freundin einen Brief, eine Karte oder SMS und gratuliere Ihr zum WHT. Und schreibe, warum sie den Unterschied macht! Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute für Deinen persönlichen WHT. Der Vorstand des HVH


25.03.2024 | WICHTIG
 

Hauptausschuss in Erfurt

Wir nehmen neue Informationen zu aktuellen Themen wie der Krankenhausstrukturreform und den Vertragsverhandlungen zur Vergütungsvereinbarung mit.


03.03.2024 | WICHTIG
 

Abschluss des ersten Studiengangs Hebammenwissenschaft B.Sc. in Hamburg

Die AbsolventInnen selbst dankten ihren KommilitonInnen, die sich mit politischen Engagement im Studiengang, in der Fachschaft, bei den JuWeHen und im Hebammenverband für ihre Ausbildung und für ihre Verantwortung für ihre Aufgaben und Familien eingesetzt haben.


15.01.2024 | WICHTIG
 

Neujahrsempfang GRÜNE Hamburg

Bundesminister Robert Habek war aus Berlin angereist und hielt eine bewegende Rede, in der er alle demokratischen Parteien in die Verantwortung nahm, sich jetzt gemeinsam gegen Rechtsradikalismus und Faschismus einzusetzen. »Ob dieses Jahr ein gutes oder ein schlechtes Jahr wird, hängt von uns ab. Davon, mit welcher Körperhaltung wir auf den Platz gehen. Jeder und jede muss sich einbringen.«


10.12.2023 | WICHTIG
 

Hebammenprojekt Harburg

Die Lawaetz-Stiftung wurde von der Sozialbehörde damit beauftragt, das Projekt weiterzuentwickeln und partizipativ zu begleiten. Mit den Räumen in der Hermann-Maul-Straße gibt es jetzt einen Ort, an dem das Projekt realisiert werden kann. In den nächsten Schritten gibt es einige organisatorische sowie rechtliche Fragen zu klären, im Frühjahr werden wir euch zum nächsten Treffen einladen.

Wir suchen weiterhin engagierte Kolleg*innen und JuWehen, die das Hebammenzentrum mitgestalten möchten!
Bei Interesse schickt bitte eine Mail an 2.Vorsitzende@hebammenverband-hamburg.de


18.10.2023 | WICHTIG
 

Begrüßung der neuen Hebammenstudierenden

Infos zum Hebammenstudium in Hamburg: https://hebammenverband-hamburg.de/beruf-hebamme/hebamme-werden-in-hamburg


10.07.2023 | WICHTIG
 

Sommer Infos unserer zweiten Vorsitzenden

Es wird im Septemper einen Termin mit Frau Loss und unseren Vorsitzenden geben.

Weitere Infos entnehmt gerne unserm Nesletter, das Protokoll der letzten  MV findet Ihr unter.  https://hebammenverband-hamburg.de/mitgliederbereich/mitgliederversammlung

Passwort findet Ihr im Newsletter.


05.05.2023 | WICHTIG
 

#umfangreiche Hebammenbetreuung für ALLE

Super Orga, Reden und Spaß mit den JuWehen Nord. Kolleg*innen aus  Bremen und Schleswig - Holsteiner waren auch da, und wir meinen auch welche aus Niedersachsen gesehen zu haben.

Wir hatten einen Profi für Filme und Fotos dabei, das dauert aber noch ein bisschen, bis alles aufbereitet ist.
Wir berichten dann mehr.


02.05.2023 | WICHTIG
 

Standpunkt Geburtshilfe

Weitere Infos zum Thema Hebammengeleitete Geburtshilfe und Empfehlung von Leistungsgruppen gibt es hier

Downloads

Standpunkte Geburtshilfe Deutscher Hebamenverband Mai 2023

22.04.2023 | WICHTIG
 

Fahrradfahren ist wie Gebären: einmal getan – niemals vergessen!

Mit platten Reifen fährt es sich genauso schlecht wie auf miserablen Radwegen. Politik, Gesetzeslage und ökonomische Strukturen sorgen derzeit nicht für freie Fahrt bei der Hebammenarbeit. Hebammen brauchen einen federnden Sattel, Rückenwind und sichere Wege. Lasst uns gemeinsam was ins Rollen bringen – für eine flächendeckende und nachhaltige Hebammenversorgung! 

Dafür treten wir mit Euch am internationalen Hebammentag in die Pedale und demonstrieren für eine #umfangreiche Hebammenversorgung!

Wann: 5. Mai 2023, 14:30 Uhr Aufstellung – 15 Uhr Start

Wo: Alfredstraße 9, 22087 Hamburg (am Marienkrankenhaus)

Nehmt alle mit, die gebären und geboren wurden! Wir sehen uns zur Fahrraddemo. Laut und entschlossen stellen wir unsere berufspolitischen Forderungen:

  • 1 Hebamme für 1 Familie

  • Gerechter Lohn

  • Hebammenbildung fördern

  • Hebammenressourcen schützen

  • Reform der sexuellen und reproduktiven Gesundheitsbildung

  • nachhaltige Versorgungsmodelle umsetzen

Wir wollen vielfältige Perspektiven der Hebammenarbeit teilen. Unsere Route wird #umfangreich – denn so groß ist Euer Anspruch auf Hebammenbetreuung. Vom Kreißsaal über die Hebammenpraxis zum Geburtshaus zeigen wir Orte, an denen Hebammen Menschen und Familien begleiten. Wir enden gegen 19 Uhr am [why not] Café und freuen uns, auch dort mit euch ins Gespräch zu kommen!

Macht euch bereit. Ölt eure Ketten und Stimmen – wir sehen uns am 5. Mai auf Hamburgs Straßen!

Der Hamburger Hebammenverband mit den JuWeHen des Nordens

Wo geht's entlang?

15:00 Alfredstraße – Klaus-Groth-Straße – Berlinertordamm – Beim
Strohhause – Kurt-Schumacher-Allee – Altmannbrücke – Stein-
straße –Speersort – Bergstraße – Reesendammbrücke – Jung-
fernstieg – 16:00 Gänsemarkt – Valentinskamp – Caffamacherreihe –
Jungiusstraße – St. Petersburger Straße – Messeplatz – Rentzel-
straßenbrücke – Sternschanze – Dänenweg – Altonaer Straße –
17:00Lindenpark – Amandastraße – Schulterblatt – Max-Brauer-Allee –
Platz der Republik – 18:00 Ottenser Marktplatz (Geburtshaus Altona) – Bahrenfelder Straße – Friedensallee – Daimlerstraße


22.04.2023 | WICHTIG
 

Einigungsempfehlung der Schlichtungskommission

 Die Empfehlung sieht einen Mix aus Inflationsausgleichszahlung, einem Sockelbetrag und einer prozentualen Erhöhung vor.

Weitere Infos hier. https://zusammen-geht-mehr.verdi.de/

 


13.03.2023 | WICHTIG
 

Verlängerung Einsendeschluss Befragung Versorgung HH 2022/2023

Ihr bekommt in den nächsten Tagen Post von Euren Gesundheitsämtern.

Darin werdet Ihr nochmal aufgefordert den Antwortbogen auszufüllen und an die Behörde zu schicken. Das geht auch online.

 

Downloads

Erinnerungsschreiben_März 2023Fragebogen

16.02.2023 | WICHTIG
 

Pressemitteilung | Methodenbewertung Betreuung in der Schwangerschaft: G-BA stellt Eigenständigkeit der Hebammenhilfe in seiner Richtlinie durch redaktionelle Streichung klar

Mit der Streichung wird dem Missverständnis entgegengewirkt, dass diese Leistungen nur nach einer ärztlichen Delegation Teil der Hebammenhilfe sein können. Den grundsätzlichen Anspruch von Schwangeren auf Hebammenhilfe definiert bereits das Sozialgesetzbuch (§ 24d SGB V). Der konkrete Betreuungsumfang durch Hebammen wird durch die Vertragspartner im Hebammenhilfe-Vertrag sowie durch die Berufsordnungen der Länder für Hebammen geregelt.........

...........   Mit der Streichung bilden wir aber zudem die Tatsache ab, dass Schwangere und Wöchnerinnen die freie Wahl haben, Hebammenhilfe und ärztliche Leistungen in Anspruch zu nehmen. Sie müssen sich auch zukünftig nicht für die eine oder andere Berufsgruppe entscheiden. Es bestehen weiterhin alle Voraussetzungen für eine interprofessionelle und kooperative Betreuung.“

Die Richtlinienänderungen treten in Kraft, wenn das Bundesministerium für Gesundheit sie rechtlich nicht beanstandet und der G-BA die Beschlüsse im Bundesanzeiger veröffentlicht hat.

Die ganze Pressemitteilung finder Ihr hier. Nähere Infos zum GBA auch

Für Eilige:

Was ist der GBA?  Der Gemeinsame Bundesausschuss

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen. Er bestimmt in Form von Richtlinien, welche medizinischen Leistungen die ca. 73 Millionen Versicherten beanspruchen können. Darüber hinaus beschließt der G-BA Maßnahmen der Qualitätssicherung für Praxen und Krankenhäuser.

Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung.

Die grundsätzlichen Entscheidungen zum Leistungsanspruch der gesetzlich Krankenversicherten trifft in Deutschland der Gesetzgeber. Mit der Aufgabe, den sogenannten Leistungskatalog der Krankenkassen nach dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse zu konkretisieren, hat der Gesetzgeber den G-BA als höchstes Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung betraut. Das Bundesministerium für Gesundheit nimmt die Rechtsaufsicht wahr.

Der G-BA wird von den vier großen Selbstverwaltungsorganisationen im Gesundheitssystem gebildet:

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV),
  • Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV),
  • Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und
  • Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband)

Organisationen, die auf Bundesebene maßgeblich die Interessen von Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen vertreten, besitzen im G-BA entsprechend den Vorgaben des Fünften Buchs Sozialgesetzbuch Mitberatungs- und Antragsrechte, jedoch kein Stimmrecht.


02.02.2023 | WICHTIG
 

Wichtige Infos der Kinderärzt*innen

Vit. D Prophylaxe: Seit einem Jahr ist die neue Leitline für die Vit. D Prophylaxe, dass von Anfang an Fluorid substituiert wird. Das war wohl ein langwieriger Prozess mit den Zahnärzt*innen. In einigen Kliniken wird jedoch auch noch Vit. D ohne Fluorid mitgegeben.

Impfungen: Es wäre sehr wünschenswert, dass alle Schwangeren gegen Pertussis und Influenza geimpft werden, da die Kinder dadurch einen sehr guten Schutz bekommen. Ab nächsten  Jahr soll es auch eine Impfung gegen RSV geben (in der SS). Leider sind nur verhältnismäßig wenige Schwangere geimpft und die Kinderärzt*innen würden sich freuen, wenn wir die Schwangeren darauf aufmerksam machen.

Zungenbändchen : Das Kappen von Zungenbändchen ist Kassenleistung und muss nicht privat gezahlt werden.  Für Zahnärzte gibt es  keine Ziffer in der Gebührenordnung, sondern nur für die Zahn-Mund-Kiefer Chirurgen und für die Kinderchirurgen.

Aus diesem Grund kann ein Zahnarzt/Zahnärztin das  nur privat abrechnen.
Gerne erst einmal zur betreuenden Kinderarztpraxis schicken und dort anschauen lassen, bevor sie zu einem Spezialisten / einer Spezialistin geschickt werden und teuer bezahlen müssen.

Es wäre einfach gut darauf hinzuweisen, dass andere Fachgruppen (u.A. auch Kinderärzt*innen) diese Prozedur mit der Krankenkasse abrechnen können. Bevor man eine Privatrechnung bekommt.

Osteopathie: Eine Osteopathie Empfehlung kann nicht rückwirkend ausgestellt werden.  Sie möchten und müssen das Kind bitte sehen, bevor die Eltern zur Osteopathie hingehen, dann ist eine Bescheinigung möglich. Man könnte sich mit dem Paar dann auch über Physiotherapie austauschen uns aufklären.

Austausch für Eimsbüttel: Die Kinderärzt*innen freuen sich sehr über einen Austausch mit den Hebammen aus der Region!  Sie regen an, dass wir einen Stempel (gerne mit Telefonnummer und E-Mail) in das U-Heft machen. Dann können sie uns kontaktieren.  Die Frauen wissen oft nur den Vornamen der Hebamme.

Bei Fragen / Anmerkungen zu einem betreuten Kind, wollen sie  gerne per Mail kontaktiert werden ( da sind sie meist besser zu erreichen als telefonisch). Das gilt jetzt für Eimsbüttel Rund um die Hoheluft Eidelstedt Altona Nord und Schanze und für die anderen Bezirke als Idee. Für uns war es sehr anregend. Wir werden uns immer mal wieder treffen.     Wibke Bohny  Andrea Sturm


15.12.2022 | WICHTIG
 

Wir bekommen den Preis für Fairness und Courage

Die Laudatio hielt unser Erster Bürgermeister Peter Tschentscher, und am Ende wurden unserer Ersten Vorsitzenden ein paar Fragen gestellt. Tolle Kolleginnen haben an dem Einspielerfilm mitgewirkt. Herzlichen Dank Lisa Ihlenfeld aus dem UKE, und Günes Brown aus dem Haus für Geburt und Gesundheit für Euren Einsatz. Auch an die Frauen, die den Film durch ihr Mitwirken unterstützt haben, herzlichen Dank.  Wer gucken will hier entlang ab Minute 5:30.

Das darf aber nicht bei einem Lob bleiben, sondern die schwierigen Bedingungen müssen sich ändern. Dafür werden wir mit Euch gemeinsam weiter kämpfen.

In manchem Seitengespräch wurde klar, dass es in der Öffentlichkeit noch viel zu tun gibt, gerade was die Akzeptanz der deutlich besseren Bezahlung angeht... 

Unsere jungen Kolleginnen haben ihre Chance genutzt beim Bürgermeister auf die nicht gezahlten Coronaboni an Hebammen hinzuweisen, und auf Gründe warum ihre Klinik so oft den Kreißsaal sperren muss.

Grundsätzlich haben wir in Hamburg in der Politik offene Ohren für unsere Belange. Das hat auch Wirkung auf die Bundespolitik, von den Bundestagsabgeordneten aus Hamburg gibt es eine Unterstützung der Hebammenbelange (z.B. Krankenpflegeentlastungsgesetz).

St. Pauli war stark vertreten bei der Preisvergabe. Die Ehrenamltichen vom Kältebus bekamen den Preis für Soziales Engagement. Sie sind Nachbarn in der Seewartenstr., und beim Cafe mit Herz beheimatet.

Wir gratulieren allen Preisträger:innen und danken Hamburg1 für den Preis und den feierlichen Abend.


03.12.2022 | WICHTIG
 

Beschluss im Bundestag zur sicheren Finanzierung der klinischen Geburtshilfe

......Das ist ein starkes Signal an alle Mütter und Eltern, die sich jetzt auch weiterhin auf eine bedarfsgerechte und hochwertige geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen in Deutschlands Kliniken verlassen können.

Um diese entscheidenden Korrekturen des Krankenhauspflegeentlastungsgesetz zu erreichen, hat der DHV in den vergangenen Wochen und Monaten massive Kraftanstrengungen unternommen – mit Erfolg.

Bewilligt wurden für die nächsten zwei Jahre jeweils 120 Mio. Euro zusätzlich für die klinische Geburtshilfe sowie die vollständige Finanzierung von Hebammenleistungen auf Stationen und im Kreißsaal über das Pflegebudget ab 2025. Damit wurden die entscheidenden Voraussetzungen geschaffen, um Hebammen auch zukünftig in den Kliniken zu halten und notwendige Schritte für eine längst überfällige Reform der klinischen Geburtshilfe einzuleiten.

Als berufsständische Vertretung von 22.000 Hebammen begrüßen wir daher ausdrücklich, dass der Gesetzgeber unsere Expertise in die Beratungen aufgenommen hat und den Stimmen von über 1,6 Mio. Menschen gefolgt ist, die die Online-Petition von Michelle Franco „Keine Streichung der Hebammen aus dem Pflege-Budget ab 2025“ gezeichnet haben.

Jetzt aber gilt es, schleunigst die weiteren erforderlichen Anpassungen, zuallererst der Personaluntergrenzen Verordnung, vorzunehmen. Auch bei der Zusage der Ampelkoalition, die flächendeckende Eins-zu-eins-Betreuung unter der Geburt einzuführen, steht die Politik in der Pflicht. Die vergangenen Monate zeigen deutlich, wer praxisgerechte Lösungen sucht, kommt am DHV nicht vorbei.“
 

Pressemitteilung: www.hebammenverband.de

Anmerkung HVH: im DHV prüfen wir das Gesetz und werden sehr aufmerksam sein bei der Umsetzung.


04.10.2022 | WICHTIG
 

Brandbrief Geburtshilfe

Pressemitteilung Berlin, 27. September 2022

Mit einem Brandbrief hat sich der Deutsche Hebammenverband (DHV) dieser Tage an die zuständigen Fraktionen in der Regierungskoalition gewandt. Die jüngsten Gesetzes- und Reformvorstöße, die Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung (PpUGV), das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und die darin enthaltenen Änderungen zum Pflegepersonalbudget und die Empfehlungen der Regierungskommission zur Weiterentwicklung der Pädiatrie und der klinischen Geburtshilfe, gefährdeten laut DHV im höchsten Maße die Versorgungsqualität in der klinischen Geburtshilfe und damit die Versorgungssicherheit von Frauen und Kindern. 

„Seit Jahren verschärft sich der Notstand in der klinischen Geburtshilfe“, mahnt der DHV in seinem Brandbrief. Die seit Januar 2022 geltende Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung und der aktuelle Gesetzesentwurf für ein GKV-Finanzstabilisierungsgesetz führten jetzt noch dazu, dass es Kliniken absehbar unmöglich gemacht werde, Hebammenarbeit bedarfsgerecht einzuplanen und zu refinanzieren. 

Auch die von der Regierungskommission erst vor wenigen Wochen vorgestellten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Pädiatrie und der klinischen Geburtshilfe hätten ihr Ziel von vornherein verfehlt, weil sie unter Ausschluss fachärztlicher, Hebammen- oder sonstiger Expertise aus der klinischen Geburtshilfe erarbeitet wurden. Die Empfehlungen der Kommission enthielten zudem keine Vorschläge, wie zukünftig der Einsatz von genügend Fachkräften in der Geburtshilfe von den Kliniken finanziert werden könnten. Dies hatte der DHV bereits in einem Offenen Brief vom 25.08.2022 scharf kritisiert.

Weiterhin verweist der DHV in seinem Brandbrief darauf, dass die Regierungskoalition die Eins-zu-eins-Betreuung von Frauen unter der Geburt im Koalitionsvertrag fest verankert habe. Tatsächlich aber stünden die aktuellen Initiativen, Gesetzesentwürfe und Verordnungen des BMG diesem Ziel diametral entgegen. 

Die Versorgung in der klinischen Geburtshilfe, so der Appell des DHV, darf nicht weiter belastet werden. „Wenn die drei obenstehenden Problemfelder nicht gelöst werden”, so der Verband in seinem Brandbrief, „drohen uns die verbliebenen Kreißsäle und Stationen wegzubrechen. Das geht vor allem zu Lasten von Frauen, Kindern und Familien in einer der wichtigsten, aber auch verletzlichsten Phasen ihres Lebens.“

Zum Brandbrief (PDF): https://hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2022/09/27/artikel/notstand-geburtshilfe/

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) ist der größte Hebammenberufsverband in Deutschland und setzt sich aus 16 Landesverbänden mit insgesamt rund 22.000 Mitgliedern zusammen. Er vertritt die Interessen aller Hebammen. Im DHV sind angestellte und freiberufliche Hebammen, Lehrer*innen für Hebammenwesen, Hebammenwissenschaftler*innen, Hebammen in den Frühen Hilfen, hebammengeleitete Einrichtungen sowie Hebammenschüler*innen und Studierende vertreten. www.hebammenverband.de

Kontakt:

Deutscher Hebammenverband e. V.
Michaela Peeters, M.A.
Pressestelle
Telefon: 0176 56119740
E-Mail: presse@hebammenverband.de


06.09.2022 | WICHTIG
 

Klinikschließung nördlich von Hamburg

Die Gynäkologie, Onkologie und Geburtshilfe werden geschlossen.

Eine wichtige Klinik für die Region, es wird die Kliniken im Norden Hamburgs noch mehr belasten.

Es lief alles ganz schnell.Den Frauen  mit Geburtstermin ab 15.11.2022 abgesagt.

Kein Sozialplan für die Angestellten.

Kein frühzeitiges Gespräch mit den Hebammen über alternative Arbeitsformen und Ideen zur Rettung der Geburtshilfe.

Das finden wir schlimm und sind solidarisch mit unseren Nachbarinnen*


28.06.2022 | WICHTIG
 

Pressemitteilung des Arbeitskreises Frauengesundheit

Der Bericht basiert auf den Gutachten von Professor:innen der Gesundheits- und Hebammenwissenschaften, einer Expertin für  Migrationsgesundheit, einer Medizinjournalistin und last but not least den Vertreterinnen von Betroffeneninitiativen. Sie erörtern ausführlich die Möglichkeiten und Wege einer sinnvollen Information zu Gewalt unter der Geburt, mit Schwerpunkten im Bereich der Information für besondere Zielgruppen wie Migrantinnen und Flüchtlinge, Bildungsferne, Väter sowie zu Best Practice-Beispielen aus dem Ausland.

Der Bericht kann auf der Website des AKF eingesehen werden.
Die Veröffentlichung der Gutachten wird folgen.

Die unterschiedlichen und weit gefächerten Empfehlungen der Gutachterinnen zeigen, dass wir in Deutschland strukturierte und planvolle Maßnahmen zur Aufklärung über respektlose und traumatisierende Geburten ergreifen sollten. Möglichst im Rahmen von größeren Aktionen sollten sensible und zielgruppengerechte Informationen breit zugänglich gemacht werden. 

Diese Gutachten samt den Empfehlungen des AKF können als ein erster hoffnungsvoller Schritt gesehen werden, das Thema gesundheitspolitisch in den Fokus zu rücken und endlich konkrete Maßnahmen zur Sensibilisierung und Beseitigung von Respektlosigkeit und Gewalt unter der Geburt zu ergreifen.
 

Der Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF) ist der größte unabhängige Zusammenschluss von Frauengesundheitsorganisationen und Fachexpertinnen zur Frauengesundheit im deutschsprachigen Raum.
* überparteilich * unabhängig *

Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
Sigmaringer Str. 1
10713 Berlin

Tel.: 030 - 863 933 16
Fax: 030 - 863 934 73
Mail: buero@akf-info.de
www.arbeitskreis-frauengesundheit.de
Impressum

Nähere Informationen


16.05.2024

Statement zum KHVVG

Dazu Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands:
„Wir warnen ausdrücklich: Auf dieser Grundlage kann die notwendige Verbesserung in der geburtshilflichen Versorgung weder in der Fläche noch in Ballungsräumen erreicht werden. Ohne Sicherstellung der Hebammenbetreuung werden weiterhin traumatisierende Geburtserfahrungen in Kauf genommen. Das ist erschütternd! Damit kann auch die weitere Abwanderung von Fachkräften nicht verhindert werden.“
„Die alten, bekannten Fehler in der Finanzierung und Qualität der Geburtshilfe werden einfach fortgeführt. Die Fehlversorgung von Schwangeren und Gebärenden wird verschärft.“
Das gesamte Pressestatement lest ihr hier: https://hebammenverband.de/pressestatement-khvvg-ein-empfindlicher-rueckschritt-fuer-die-geburtshilfe


19.10.2023

Aktueller Stand zur Telematik Infrastruktur

Informationen zur Telematik Infrastruktur und Uptdate zum aktuellen Stand

Was ist eine TI-Modellregion?  

Eine Modellregion ist ein räumlich begrenztes Gebiet mit einem einheitlichen Verwaltungsaufbau und einer aussagekräftigen Anzahl verschiedener medizinischer Versorgungsstrukturen.  

Was ist Ziel und Zweck der Modellregionen? 

Neue TI-Anwendungen bzw. neue Funktionen bestehender Anwendungen sollen in den Modellregionen im realen Versorgungsalltag etabliert, die Nutzer:innen dabei intensiv begleitet werden, um eine höhere Akzeptanz zu erreichen. Die in der Modellregion gesammelten Erfahrungen werden wissenschaftlich ausgewertet und fließen in Schulungen und Informationsangebote für die Anwenderinnen und Anwender ein (gematik.de). 

Die Teilnehmer:innen bei TIMO rund um das ÄrzteNetz Hamburg e. V. besteht neben Arztpraxen, Kliniken, Hebammen und vielen weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens auch aus Partnern der Industrie, von Verbänden und Krankenkassen. 

Pilotierung: 

Am 11.9.23 ist die erste Pilotierung gestartet, die bis Ende des Jahres laufen wird. Innerhalb dieser Pilotierung wird das reale Zusammenspiel von ausgewählten Zahn(-Arztpraxen) , MVZs, Apotheken und Kliniken für die TI-Anwendungen: 

  • E-Rezept  
  • Kommunikation im Gesundheitswesen (KIM)- Versand von eAU, eArztbrief  
  • elektronische Patientenakte (ePA) 

erprobt. Es werden weitere Pilotierungen folgen, die dann andere Berufsgruppen und andere Anwendungsfälle inkludieren. 

Auch Hebammen nehmen in der TI-Modellregion teil und werden Teil der nächsten Pilotierungen sein. 

Hebammen könnten derzeit (Stand Oktober 2023) nur den Anwendungsfall KIM Dienst, also den sicheren „Mail-Verkehr“ zwischen Leistungserbringerorganisationen, nutzen. Weitere TI-Anwendungen, wie ein sicherer Messenger Dienst (TIM) oder auch der E-Mutterpass als Baustein der elektronischen Patientenakte (ePA) stehen derzeit noch nicht zur Anwendung zur Verfügung. 

Daher besteht zum heutigen Stand kein Druck, sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen. Da die Digitalisierung aber politisch gewollt ist, z.B. mit der Pflicht für die Ärzteschaft am 1.1.2024 komplett auf das E-Rezept umzusteigen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis Hebammen gesetzlich verpflichtet werden, sich an die TI anzuschließen. 

Wichtig wäre daher, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Ihr findet alles rund um das Thema Telematikinfrastruktur (TI) auf der Seite der gematik: Gematik

Auch der DHV bietet viele Informationen und regelmäßige Sprechstunden hierzu an, der nächste Termin ist am 08. November 2023, hier geht’s zur Anmeldung: DHV.

Persönlicher Tipp von Julia Nolting: Lade dir die ePA deiner Krankenkasse herunter, oder löse demnächst mal ein E-Rezept ein! So lässt sich Sicherheit gewinnen und vielleicht lassen sich auch Mehrwert entdecken. Denn wenn Digitalisierung gut funktioniert, wird sie uns allen nachhaltig helfen. 

Mit vielen Grüßen von Julia Nolting 


07.11.2022

Hamburg geht leider leer aus!

1. Die Pflegepersonaluntergrenzen Verordnung (PpUGV) verschlechtert die geburtshilfliche Versorgungssituation in Hamburg und überall.

Was ist die PpUGV?

Die PpUGV verpflichtet Kliniken in sogenannten “pflegesensitiven Bereichen” einen vorgegebenen Mindestpersonalschlüssel einzuhalten. Wenn ein Krankenhaus im monatlichen Mittel dieses Patient*innen-Fachkraft-Verhältnis unterschreitet, werden Vergütungsabschläge fällig - eine Nicht-Einhaltung führt also zu finanziellen Einbußen.

Hebammen in der PpUGV

Seit Januar 2022 fallen auch die Bereiche Gynäkologie und Geburtshilfe als pflegesensitive Bereiche unter die PpUGV. Allerdings hat der Gesetzgeber hier eine Besonderheit verordnet: Hebammen dürfen bei der Berechnung des Mindestpersonalschlüssels nur bis zu 10 % in der Tagschicht und nur bis zu 5 % in der Nachtschicht angerechnet werden.

Bedeutung der PpUGV für die klinische Geburtshilfe

Hebammen arbeiten in Kliniken nicht nur im Kreißsaal sondern auch in der Betreuung von Wöchnerinnen und ihren Neugeborenen auf Wochenbettstationen, in der ambulanten Versorgung von Schwangeren sowie in der Betreuung von kranken und gefährdeten Schwangeren auf Präpartalstationen. Dies entspricht ihrem originären Tätigkeitsfeld, für das sie als Expert*innen ausgebildet sind. Durch die Begrenzung des Anteils an Hebammen, die für die PpUGV angerechnet werden, sind geburtshilfliche Kliniken von erheblichen Einnahmen-Einbußen betroffen, selbst wenn sie einen guten Betreuungsschlüssel - inklusive Hebammen – vorweisen können.

Die bereits vorher unterfinanzierte Geburtshilfe wird für die Kliniken zu einem noch schlechteren Geschäft. Außerdem hat die Hebammen-Begrenzung in der PpUGV einen Einstellungsstopp von Hebammen für Wochenbett- und Präpartalstationen zur Folge, so dass offene Stellen noch schwerer besetzt werden können.

Die Belastung des verbliebenen Personals und die Verschlechterung der Versorgung rund um die Geburt in den Kliniken für die Familien sind die Folgen.

Bedeutung für Hamburg

Auch in Hamburg arbeiten Hebammen in den Kliniken in allen Bereichen rund um die Geburt. Die negativen Folgen der PpUGV sind deshalb in allen Hamburger Geburtskliniken spürbar. Hebammen, die sich auf vakante Stellen in der stationären Versorgung bewerben, werden abgewiesen und die Stellen bleiben unbesetzt; der finanzielle Druck auf die geburtshilflichen Abteilungen nimmt spürbar zu. Besonders dramatisch trifft es Kliniken, in denen die Präpartalstationen bisher ausschließlich von Hebammen betreut werden. Davon gibt es in Deutschland eine große Anzahl. z.B. das Virchow Klinikum der Charité, das als perinataler Maximalversorger viele besonders kranke und gefährdete Schwangere auf der an den Kreißsaal angegliederten Station 33 betreut – diese spezialisierte Versorgung ist durch die PpUGV für das Krankenhaus nur noch defizitär möglich. E betrifft auch die Praxisanleitung der Studierenden, die auf den Wochenstationen nicht mehr auf ihre zu leistende Stundenzahl kommen.

2. Das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz und die darin enthaltenen Änderungen zum Pflegepersonalbudget verschlechtern die geburtshilfliche Versorgungssituation in Berlin.

Was ist das Pflegebudget?

Seit 2020 werden die Kosten für das Pflegepersonal der Krankenhäuser aus den DRG-Fallpauschalen ausgegliedert und über ein krankenhausindividuelles Pflegebudget nach dem Selbstkostendeckungsprinzip finanziert.
Hebammen in den Neuregelungen zum Pflegebudget im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz

Im Entwurf zum Gesetz zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzstabilisierungsgesetz – GKV-FinStG) werden unter anderem die Pflegebudgets neu geregelt. Einige Berufsgruppen, darunter auch Hebammen, sollen anders als jetzt, nicht mehr über das Pflegebudget refinanziert werden, sondern fallen komplett zurück in die Finanzierung über die DRG-Fallpauschalen (siehe Änderungen zu Artikel 3 Nummer 2 Anpassung der Definition des pflegebudgetrelevanten Pflegepersonals).

Bedeutung der Neuregelungen zum Pflegebudget im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz für die klinische Geburtshilfe

Wenn der Gesetzesentwurf in der vorliegenden Fassung umgesetzt würde, wären die Auswirkungen dramatisch: Geburtshilfe wird für die Krankenhäuser noch unrentabler und schwieriger in guter Qualität vorzuhalten. Hebammen, eigens für die Begleitung von Risikoschwangeren und Wöchnerinnen ausgebildet und damit unabdingbar für die Versorgungsqualität und Sicherheit der Frauen und Neugeborenen, werden über kurz oder lang in der Klinik nicht mehr in der Betreuung von Risikoschwangeren und Wöchnerinnen eingesetzt. Die Frage, wer diese Lücke füllen soll, bleibt angesichts des enormen Mangels an Pflegefachkräften unbeantwortet.

Bedeutung für Hamburg
Siehe oben.

3. Die Empfehlungen der Regierungskommission zur Weiterentwicklung der Pädiatrie und der klinischen Geburtshilfe ändern nichts an der geburtshilflichen Versorgungssituation in Hamburg.

Was sind die Empfehlungen der Regierungskommission?

Die Arbeitsgruppe Pädiatrie und Geburtshilfe der Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausfinanzierung hat am 08.07.2022 erste Empfehlungen für eine kurzfristige Reform der stationären Vergütung für Pädiatrie, Kinderchirurgie und Geburtshilfe veröffentlicht.

Hebammen und Gynäkolog*innen sind nicht in der Regierungskommission vertreten.

Die Regierungskommission empfiehlt grundsätzlich, geburtshilflichen Abteilungen, an deren Standort sich auch eine Pädiatrie befindet, eine erhöhte leistungsunabhängige Vergütung zu gewähren. Abteilungen mit weniger als 500 Geburten pro Jahr (entscheidend ist dabei das Vorjahr) sollen ebenfalls eine erhöhte Vergütung erhalten, sofern sie als bedarfsnotwendig eingestuft sind. Für Abteilungen mit 500 bis 1.499 Geburten pro Jahr (Vorjahr) würde sich laut Kommissionsvorschlag die zusätzliche leistungsabhängige Vergütung mit steigender Geburtenzahl (z.B. pro 100 weiterer Entbindungen) reduzieren. Abteilungen mit 1.500 und mehr Geburten pro Jahr (Vorjahr) erhielten keine zusätzlichen leistungsabhängigen Mittel (unabhängig von der Gewährung des Sicherstellungszuschlags), da sich diese über die leistungsbezogene Vergütung finanzieren könnten.

Die Empfehlungen der Kommission enthalten keine Vorschläge, wie zukünftig der Einsatz von genügend Fachkräften in der Geburtshilfe von den Kliniken finanziert werden kann. Dies ist aber eine unumgängliche Voraussetzung zur Erreichung der Sicherstellung einer Eins-zu-eins-Betreuung in der aktiven Phase der Geburt sowie den weiteren Zielen des Nationalen Gesundheitsziels, wie im Koalitionsvertrag vereinbart.

Weder werden die qualitativen Ziele des Koalitionsvertrages berücksichtigt noch wird das Problem der Sicherstellung der flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung gelöst oder ein Konzept zur nachhaltigen Finanzierung des notwendigen Fachpersonals vorgelegt. Im Gegenteil: Bestehende Fehlanreize in der Krankenhausfinanzierung werden verfestigt.

Hebammen kommen in den Empfehlungen der Regierungskommission schlicht nicht vor.
Die gesamte Fragestellung, wie dem Fachkräftemangel in der klinischen Geburtshilfe sinnvoll begegnet werden kann, wird in den Empfehlungen ausgespart.
Bedeutung der Neuregelungen zum Pflegebudget im GKV-Finanzstabilisierungsgesetz für die klinische Geburtshilfe  Katastrophal, siehe offener Brief hier: https://hebammenverband.de/aktuell/nachricht-detail/datum/2022/08/25/artikel/offener-brief-zu-den-ersten-empfehlungen-der-regierungskommission-fuer-eine-moderne-und-bedarfsgerec/

Bedeutung für Hamburg

Kaum eine Geburtsklinik in Hamburg erfüllt die in den Empfehlungen ausgearbeiteten Kriterien für die zusätzliche Förderung. Es verändert also nichts an der aktuell schlechten Lage in den Hamburger Geburtskliniken. Die Hebammen in Hamburg betreuen weiterhin 3-4 Frauen parallel unter der Geburt. Trotz stark gestiegener Ausbildungszahlen verbessert sich vor dem Hintergrund der schlechten Arbeitsbedingungen die Versorgungssituation nicht. Das nationale Gesundheitsziel und die maßgeblichen Leitlinien werden in Hamburg weiterhin nicht implementiert.

Deshalb fordern wir Sie auf:

  1. Setzen Sie sich dafür ein, dass die PpUGV dahingehend geändert wird, dass Hebammen wieder voll auf die Personaluntergrenzen in den Geburtshilflichen Stationen angerechnet werden.
  2. Stimmen Sie dem Gesetzentwurf zum GKV-Finanzstabilisierungsgesetz in der jetzigen Fassung nicht zu. Hebammen in den Geburtshilflichen Stationen müssen weiter über das Pflegebudget refinanziert werden.

  3. Setzen Sie sich dafür ein, dass die Zusammensetzung der Regierungskommission so verändert wird, dass Geburtshilfliche Expertise hinzugenommen wird, und die Vorschläge überarbeitet werden.

Seit Jahren verschlimmert sich der Notstand in der klinischen Geburtshilfe, es gibt immer weniger Fachkräfte, die unter diesen Bedingungen arbeiten wollen und die Interventionen wie Kaiserschnitte und weitere Eingriffe in den Geburtsverlauf steigen stetig. Die Gründe sind bekannt und ausgiebig diskutiert.

Im Namen unserer Berufsgruppe der Hebammen bitten wir Sie, sich energisch im Bund dafür einzusetzen, dass die Versorgung in der klinischen Geburtshilfe nicht weiter belastet wird. Wenn die drei obenstehenden Problemfelder nicht gelöst werden, droht uns auch in Hamburg eine weitere Verschlechterung der Situation. Das alles geht vor allem zu Lasten von Frauen, Kindern und Familien in einer der wichtigsten, aber auch verletzlichsten Phasen ihres Lebens. Und das können wir Hebammen nicht mit unserer Berufsethik übereinbringen.

Hamburg, den 29.10.2022 Hebammenverband Hamburg Andrea Sturm

Erstveröffentlichung Berliner HV


06.06.2022

Weiterbildung Praxisanleitung

Willst Du Dich professionalisieren in der Unterstützung unserer Studierenden, und das auch abrechnen können?
Weiterbildung „Praxisanleitung im Hebammenstudium" an der HAW
Start am 01.09.2022

Alle Informationen und Anmeldung erhalten Interessierte bei der HAW Hamburg
Für Rückfragen stehen meine Kollegin Frau Anne Hoffmann und ich zur Verfügung.
Ina Plewa M.A.  Kundenkommunikation &Vertrieb Campus Weiterbildung
T +49 40 428 75 7039   Ina.Plewa@haw-hamburg.de   Mo - Fr  09:00 – 17:00 Uhr  HAW HAMBURG


05.05.2022

Heute ist Hebammentag

 

Guten Morgen liebe Kolleg:innen, JuWehen, Familien, und alle Hamburger:innen, wir wüschen einen schönen Hebammen - Tag.
"Jede Hebamme zählt" ist das Motto des DHV. Pressekonferenz dazu im Lifestream um 10:00 mit Ulrike Geppert Orthofer. Geburtstagstische in der ganzen Stadt unter dem Motto happy birth? day. Ihr trefft dort Hebammen und Studierende. Eine Liste gibt es auf der Homepage. Wer selbst heute was organisiert hat, bitte gerne Bilder schicken.
1.vorsitzende@hebammenverband-hamburg.de


Bis zuletzt bangen wir noch, ob es im Elbeeinkaufszentrum in Klein Flottbeck einen Tisch geben kann.

Viele Zusagen zu den Standorten kamen in den letzten zwei Tagen. Jeder Tisch hat eigene Themen. Besucht Eure Kolleg:innen und die Studierenden.

Ihr findet die ganz aktuelle Liste (5.05.22 0:23) der Geburtstagstische hier:

Downloads

Geburtstagstische aktuell

02.05.2022

Internationaer Hebammentag am 5.05.2022

Der internationale Hebammentag hat dieses Jahr viele Facetten.
Das Motto des ICM lautet 100 Years of Progress. Es werden 100 Jahre International Council of midwifes gefeiert.

Der Deutsche Hebammenverband sagt: jede Hebamme zählt!
Dazu habt ihr im März Fragen beantwortet.
Das Ergebnis erfahren wir alle am 5.05.2022.

Im Hebammenverband Hamburg haben die Studierenden gesagt:
Wir wollen Geburtstag feiern - den Tag der Geburt für Frauen, Babys, Hebammen und Familien.

Wir haben gemeinsam Geburtstagstische organisiert, die über ganz Hamburg verteilt sind, natürlich alles noch mit besonderen Bedingungen. Eigentlich wollten wir Geburtstagskuchen mit Euch und den Menschen auf der Straße essen, jetzt spielen wir Bingo und haben andere Ideen. Kommt vorbei, macht mit und lernt unsere Studierenden und Eure engagierten Kolleginnen* kennen. Je mehr wir an einem Tisch sind desto auffälliger sind wir.

Wir Vorstandsfrauen werden herumreisen und versuchen so viel Tische wie möglich zu besuchen.
Wir wollten auch die Hebammen im NDR zur Hamburgerin des Tages machen, aber das wird vom Hamburg Journal ausgelost, die sind da nicht so flexibel uns am Hebammentag dranzunehmen.

Es wird noch etwas geboren - mit einem sehr verzögerten Geburtsverlauf: wie Ihr gerade seht, ist unsere neue Homepage da!
Wir freuen uns sehr und werden sie mit Euch gemeinsam noch weiterentwickeln.

Passwort für den internen Bereich kommt im Newsletter.
 

Liste der Geburtstagstische:
Wenn noch Fragezeichen dahinter stehen, dann werden wir die Veränderungen noch über unsere Kanäle bekannt geben.

Downloads

Geburtstagstische

05.01.2022

Gründung Projektgruppe Respektvolle Geburt (Januar 2022)

Im Hebammenverband Hamburg gibt es eine Projektgruppe zum Thema Respektlosigkeit und Gewalt rund um die Geburt in Hamburg. Es wird gefordert, dass es eine Ansprechstelle für alle Betroffenen (Frauen, Familien, Personal, Auszubildende, Studierende...) in Hamburg geben soll. 

Die Projektgruppe ist aus einer AG entstanden, die Prof:in Dr. Angelica Ensel auf einer Mitgliederversammlung ins Leben gerufen hat. Der Hebammenverband Hamburg ist beratend beteiligt, unterstützt die Idee auf politischer Ebene, und macht sich in der Sozialbehörde und in Netzwerken dafür stark.

Um wen geht es?
Es geht um alle, die rund um eine Geburt Respektlosigkeit oder Gewalt erfahren haben, sei es als direkt Beteiligte oder indirekt als dritte Person, die/der Zeug:in eines Vorfalls ist.

Worum geht es in der Ansprechstelle?
In erster Linie geht es um das „Gehört werden“ und weitere Unterstützung, die Anrufer:innen an weiterführender Hilfe brauchen. Zum anderen geht es um Datenerhebung solcher Erlebnisse mit entsprechenden Konsequenzen. Was sind die Hintergründe für derartige Erlebnisse? Was lernen wir daraus? Was kann besser gemacht werden? Welche Fortbildungen brauchen wir?

Wir müssen uns auf allen Ebenen mit dem Thema auseinandersetzen, wenn eine respektvolle Geburtshilfe in Hamburg das Ziel ist.

Downloads

Idee eines Antrags und Erläuterungen zum Projekt (PDF)

Sondefinanzierung Geburtshilfe KHPflEG 2023

Eine nicht unwesentliche Anzahl werdender Mütter entscheidet sich für einen geplanten Kaiserschnitt, ohne dass medizinische Gründe dafür vorliegen. Um auszuschließen, dass Krankenhäuser mit einem hohen Anteil vaginaler Geburten gegenüber Krankenhäusern, die einen überdurchschnittlichen Anteil an primären Kaiserschnittgeburten aufweisen (primäre Sectio), benachteiligt werden, ist dieses Kriterium bei der Bemessung einer zusätzlichen finanziellen Förderung zu berücksichtigen.

Hinsichtlich der räumlichen und personellen Ausstattung ist auch die Anzahl der Geburten im jeweili- gen Krankenhaus von besonderer Bedeutung. Während in Ballungszentren möglichst eine Fokussierung auf Krankenhäuser mit einer relevanten Geburtenzahl erfolgen sollte, kann es im ländlichen Raum hingegen sinnvoll sein, Krankenhäuser in dünn besiedelten Regionen mit einer geringen Anzahl von Frauen im gebärfähigem Alter zu unterstützen. Dies ist bei der Bestimmung der Höhe der zusätzlichen finanziellen Förderung durch das Land zu berücksichtigen.

Krankenhausstandorte, die die Durchführung des berufspraktischen Teils des Hebammenstudiums ermöglichen, leisten einen besonderen Beitrag zur Sicherung der geburtshilflichen Versorgung. Daher ist dieses Kriterium bei der Bemessung einer zusätzlichen finanziellen Förderung zu berücksichtigen. Darunter fällt auch die Durchführung der praktischen Ausbildung nach dem Hebammengesetz a.F. aufgrund der Übergangsvorschriften nach § 77 Hebammengesetz.

Berliner HV Februar 2023


Sonderfinanzierung Geburtshilfe Forderungen Hebammen im HVH

Achtung Hebammen in Harburg